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"Während Ministerpräsident Koch über eine Verschärfung des Jugendstrafrechts schwadroniert, führt er selbst mit Beginn des Jahres 2008 ein Personalberechnungssystem ein, in dem einem Jugendstrafrichter am Amtsgericht gerade mal 110 Minuten Zeit für die Abwicklung eines Jugendstrafverfahrens eingeräumt wird. Nicht einmal zwei Stunden werden für das Lesen der Akten, die notwendigen Verfügungen zur Vorbereitung und die Durchführung der Hauptverhandlung, die Vernehmung von Zeugen, die Anhörung der Jugendgerichtshilfe und anderer Sachverständiger, die Absetzung des Urteils und dessen Zustellung eingeräumt. Deutlicher können die von Roland Koch selbst angerichteten Zustände in der hessischen Justiz nicht dargestellt werden", kritisiert der rechtspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Andreas Jürgens. Die Justiz müsse wieder so ausgestattet werden, dass sie den an sie gestellten Anforderungen gerecht werden könne.
"Wie immer sind bei Roland Koch die anderen schuld, nur er selbst nicht. Aber glücklicherweise sind die Menschen in Hessen nicht so dumm, wie er sie gern hätte, und haben ihn durchschaut."